Dein Biorhythmus, Start-up und die Erstellung von Inhalten auf Reisen

Einleitung

Ich bin seit Oktober 2021 erst einmal unbegrenzt auf Weltreise. Auf dieser erstelle ich u. a. Inhalte über Chrome OS, das Reisen und mobiles Arbeiten.

Tja, manche Leute fragen sich, wie man auf Reisen zeitaufwendigen Tätigkeiten wie der digitalen Erstellung von Inhalten in einem Start-up nachgehen kann.

Wie man dies erfolgreich machen kann, erfährst du in diesem Post!

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Reisen versus Urlaub: Verlockungen

Zunächst einmal verbindet man den Begriff Reisen fast automatisch mit Urlaub. Dann rudert man gedanklich schnell zurück, weil es auch Dienstreisen gibt.

Dienstreisen als Angestellter für ein Unternehmen zwängen einen in ein mehr oder weniger enges Korsett. Es müssen Aufgaben erledigt, Meetings abgehalten und meist auch sozialen Gepflogenheiten wie das abendliche Geschäftsessen nachgegangen werden.

Auf Dienstreisen und meiner Variante, dem permanenten Reisen als digitaler Nomade, stellt sich immer auch die Frage nach den Freizeitaktivitäten.

Während der Dienstreise noch ein wenig Sightseeing betreiben? Als digitaler Nomade nach 5 Stunden Arbeiten in der Airbnb, einen Spaziergang und danach in ein Café mit recht angenehmen Plätzen zum Arbeiten. Dann jedoch ein zufälliges Treffen mit Leuten, die etwas Tolles vorhaben oder das Aufpoppen eines tollen Angebots für eine Attraktion um die Ecke in der Booking.com-App. Oder aus dem geplanten Guinness mit einem Burger wird ein längerer Abend im Pub.

So gibt es viele Verlockungen, die einen einerseits am Tag davon abhalten, der Arbeit nachzukommen und andererseits womöglich genügend Schlaf zu bekommen! Das hängt natürlich auch von deinem Biorhythmus ab! Aber auch als Langschläfer kann es ausarten, wenn man z. B. erst um 14 Uhr aus dem Bett kommt. 🙂

Bist du ein Elternteil, kommt darüber hinaus noch der Faktor Familie hinzu! Wenn dieser auf Reisen dazu kommt, ändert sich die geschilderte Situation wohl noch einmal dramatisch. Dazu kann ich hier jedoch nichts einbringen, da ich ledig bin und daher sehr frei über meine Lebensinhalte bestimmen kann.

Wozu ich etwas beitragen kann, ist das grundsätzliche Unterscheiden nach den beiden Biorhythmustypen und sich den daraus ergebenden Konsequenzen, aus die ich in den folgenden Abschnitten eingehe.

Bist du vom Typ Lerche oder Eule?

Ich habe über die Jahre gemerkt, dass ich eher vom Typ „Lerche“ bin, also Frühaufsteher. Es ist problemlos für mich, um ca. 4 Uhr aufzustehen und ohne Kaffee, Energydrinks, Zigaretten, usw. bis etwa um 21 Uhr topfit zu sein. Das ist mein natürlicher Rhythmus ohne Aufputschmittel. Das möchte ich jedoch nicht nur an beiden Faktoren „ausgeschlafen und wach zu sein“ fest machen, sondern an der Konzentrationsfähigkeit, also effizient an einem Thema arbeiten zu können.

Daher könnte man hier behaupten wollen: Bist du vom Typ „Lerche“, steh eben etwas früher auf und erstelle deine Inhalte noch vor den eigentlichen Freizeitaktivitäten. Bist du vom Typ „Eule“, lass mal abends zwei Stunden Netflix weg und beschäftige dich bis spät in die Nacht mit deinem Hobby oder Start-up! Aber so einfach ist das nicht! Denn wenn du etwa als Freelancer einen Job hast, der dich sehr fordert (Projektarbeit), schaffst du dies oft nicht nach diesem Muster. Daher muss man z. B. als Frühaufsteher weitere Faktoren beachten, um morgens höchst konzentriert zu sein.

Also schau dir einmal deine Arbeitszeiten an und deine Belastungen durch Aufgaben, Projekte und Abgabefristen usw. schwanken.

Führst du so wie ich keinerlei Projektarbeiten durch, kann es z. B. sein, dass du für eine Lange Zeit immer wieder ähnliche Tätigkeiten durchführst. Obwohl du vom Typ „Eule“ bist, schläfst du dennoch halb tot auf dem Sofa vor dem Fernseher abends ein. Dann ist es eher nicht ratsam, sich danach noch mit der Erstellung von Inhalten oder deinem Start-up zu beschäftigen. Wenn ich als „Lerche“ am Vortag bis in den späten Nachmittag fleißig war, aber bis 1 Uhr im Pub bleibe, bin ich weit davon entfernt, von meiner tollen Konzentration am sehr frühen Morgen zu profitieren.

Aller Anfang ist schwer, aber …

Versuche es zuerst einmal mit dem Standardprinzip:

Bist du vom Typ „Lerche“, stehe etwas früher auf, beginne mit der Arbeit und gib Gas. Ich bspw. stehe täglich zwischen 04:00 Uhr und 05:00 Uhr auf (auch am Wochenende). Ich versuche dies, so regelmäßig wie möglich zu tun! Nachmittags und abends sammle ich kreative Ideen und führe eher leichte Routinetätigkeiten durch. So bleibt meine Kreativität und mein Ideenreichtum erhalten. Dadurch entsteht ein guter Fortschritt, mehr Inhalte und ich fühle mich sehr zufrieden dabei. 🙂

Bist du eher vom Typ „Eule“, setze dich am besten direkt nach deiner späteren Aufstehzeit hin und arbeite ein wenig an einfachen Aufgaben. Dafür musst du dir dafür etwas Freiraum durch das Festlegen von Prioritäten schaffen. Hast du abends oder nachts deine leistungsfähigsten Zeiträume, lege dort den Schwerpunkt auf die eher fordernden Tätigkeiten. Das kann natürlich mit Veranstaltungen am Abend kollidieren. Daher mein Tipp, sich bereits etwas nach dem Aufstehen zu quälen, damit man zumindest schon mal etwas geschafft hat. 😉

Ziehe das mal für ein paar Wochen durch und schau dir deine Ergebnisse an. Konntest du dich gut konzentrieren? Wie hoch ist deine Fehlerrate? Hattest du eine Blockade, die dich davon abhält weiterzumachen? Schaust du immer wieder auf dein Smartphone, anstatt fortzufahren? Oder bist du einfach zu müde und abgespannt, um dich zu konzentrieren? Dann passe diese Zeiten flexibel an! 😀

Flexible Anpassungen

Schau dir mal den nächsten Tag oder gleich die ganze Woche an:

  • Wo sind freie Lücken?
  • Wo musst du dich (seelisch) etwas mehr auf den Arbeitstag vorbereiten?
  • Was hast du abends für Termine?
  • Musst du auf eine Dienstreise?
  • Bist du erkältet oder gar sehr krank?
  • Ist die Wäsche zu waschen, steht ein Flug an oder ist etwas anderes zu erledigen?
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Lass dir diese Fragen durch den Kopf gehen und reagiere entsprechend darauf. Nutze jegliche Lücken zur Entspannung, aber auch zum Arbeiten an deinem Start-up, wenn du dich fit genug fühlst!

Lass die Zügel als „Lerche“ morgens etwas los, wenn du auf der Arbeit vor einer wichtigen Frist stehst. Steh in Ruhe auf. Trink langsam deinen Kaffee. Horche in dich hinein: Bist du heute in der Lage, dich auf deine geplanten Aktivitäten in der Freizeit zu konzentrieren? Wenn nicht, lass mal fünf gerade sein. Natürlich haben die Pflichten auf der Arbeit grundsätzlich Priorität. Das ist im Einzelfall kein Weltuntergang. Wenn jedoch fit: reinhauen!

Hast du Termine, nimm diese wahr. Lass jedoch nicht den Schlendrian herauskommen und nehme immer wieder Gelegenheiten wahr, nur um nicht weiter arbeiten zu müssen! Damit kommst du nicht voran und das Start-up ist zum Scheitern verurteilt! Ein gesunder Mix ist wie immer das Richtige. Ein bisschen Sport gehört auch dazu. Oder wenigstens mal ein Spaziergang. Ich liebe es an der Strandpromenade entlangzuschlendern. Jedoch muss die Balance klar in Richtung deiner Tätigkeit zeigen. Gewisse Opfer sind dafür einfach zu bringen. Bleibt nicht aus. 😉

Musst du dich auf eine Dienstreise begeben, überlege dir wo Lücken sind, die du mit Entspannung ausfüllen kannst.

Hast du als „Lerche sämtliche dringenden E-Mails beantwortet? Hast du das deine geplanten Inhalte für morgen fertig? Dann entspann doch ein wenig im Zug, Hotel oder in der City. Hör Entspannungsmusik. Trink einen Tee oder dein Feierabendbier dazu. Schießt du dich gleich in der Hotelbar ab, wird der nächste Tag wohl eher nicht so produktiv.

Als „Eule“ kannst du das wohl noch etwas länger genießen. Du solltest allerdings früh morgens anzureisen, wo du eher noch halb im Tiefschlaf ist. Dann kannst du nach einer Pause mit Essen gehen, Sightseeing, Sport usw. noch einmal voll reinhauen und das entspricht deinem Rhythmus am besten.

Man muss nur etwas flexibel sein. Das ist unabhängig vom Typ! 😀

Die Gesundheit

Bist du gesundheitlich angeschlagen, hast du deinem Körper gegenüber die Pflicht, möglichst schnell wieder gesund zu werden! Wechselst du normalerweise häufig deine Unterkunft, ist die Belastung für deinen Körper höher. Das ist eine Doppelbelastung! Also nimm mal eine kurze Auszeit. Erhole dich, bis du wieder voll angreifen kannst. Zerstör dich und deinen Körper nicht. Es bringt einfach nichts.

Musst du ein paar Dinge erledigen, versuche diese vorher mit einzuplanen. Nimm dir eine feste Zeit. Am besten zwischen zwei Konzentrationsphasen. Mach als „Lerche nach der normalen Arbeit Feierabend und bringe das Altglas weg. Geh einkaufen. Pack die Wäsche in die Waschmaschine. Schau noch die Nachrichten und ein YouTube-Video und setz dich danach wieder in dein mobiles Büro! Als „Eule“ kannst du das vor deiner energiereichsten Phase am Abend machen.

Durch dieses Prinzip kann man mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen! Aktivitäts- und Entspannungsphasen im Wechsel!

Der wichtigste Faktor: die Disziplin

Sei diszipliniert und halte durch! Mache dabei immer kleine Pausen!

  • Schreibst du einen Blog-Post oder in deinem E-Book weiter und du haust einen Rechtschreibfehler nach dem anderen heraus?
  • Hast du eine Blockade?

Dann beschäftige dich zeitweise mit etwas anderem, das nichts mit dem Start-up zu tun hat. Führe z. B. notwendige, aber unkomplizierte Routinetätigkeiten aus. Erstelle Recherchen und Notizen für dein nächstes YouTube-Video. All diese Dinge musst du auch erledigen.

Meine bisherigen Erfahrungen

Man sieht mit der Zeit Fortschritte bei den Inhalten und es gibt immer mehr Feedback von der Community.

Das spornt an! Auf einmal steht mehr Energie zur Verfügung, als du denkst! Es macht einfach Spaß. 😉

Du freust dich bereits auf den nächsten Morgen, um weiter machen zu können. Das sollte es auch erleichtern, weiter am Ball zu bleiben. 🙂

Fazit

Versuch dein Schema zu finden!

Teile den Tag deinem Typ „Lerche oder „Eule entsprechend ein.

Sei flexibel! Es kommt immer anders, als man denkt und darauf muss man entsprechend reagieren.

Bitte ruiniere deine Gesundheit nicht und bleib dran. Dann wird es sich gut entwickeln!

Auf geht’s! 🙂

Viel Spaß und viel Glück mit deinem Start-up! 😀

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Marcel aka Ravolos

Hey! 😀 Ich habe diesen Blog 2018 ins Leben gerufen. Passend zum Blog möchte ich mich als echtes „Google-Sheep“, unglaublich reise-süchtig und weltoffen beschreiben. Ich bin seit Oktober 2021 als digitaler Nomade auf Weltreise und erstelle digitalen Content zu Chrome OS, Reisen und mobiles Arbeiten.

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